Modul Jagdrecht für Stadtjäger

Zur Abrundung der Ausbildung zum Stadtjäger, sind alle Teilnehmer zum Modul Jagdrecht nach Leinfelden-Echterdingen gekommen. Mit den exklusiven Themen Waffenrecht und jagdrechtliche Situation in urbanen Bezirken, wurden alle noch einmal konfrontiert.

Erstellt am 03.08.2019

Sören Kurz, Rechtsanwalt und Justiziar des Landesjagdverbandes BW, begrüßte alle hoch motivierten Anwesenden zum Thema Recht und Ordnung bei der Jagdausübung im befriedeten Bezirk oder auf Grundflächen, die zu keinem Jagdbezirk gehören. Er klärte über die Vielzahl von Rahmenbedingungen, Grundsätzen, Verboten und Genehmigungen auf, die auf einen Stadtjäger zukommen und ihn begleiten werden.  

Verstöße gegen Normen, die im JWMG geregelt sind, können eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat darstellen. Der Entzug des Jagdscheins wäre in Gefahr. Daher müssen alle rechtlichen Regelungen und Ausnahmeregelungen bekannt sein und beachtet werden. Einerseits ist zwar die Ausnahmemöglichkeit für die Bejagung im befriedeten Bezirk im JWMG geregelt, andererseits badarf die Jagdausübung der öffentlich-rechtlichen Beauftragung mit Ausnahme der Beauftragung durch den Grundstückseigentümer. Die idealen Rahmenbedingungen, wie der „Stadtjägerparagraph“ oder z.B. auch die Bestimmung über das Aneignungsrecht und die Entsorgung sind somit noch nicht ganz klar geregelt.

Die intensive Zusammenarbeit mit den Behörden und der Polizei, sowie die Aufklärung und Information der Bevölkerung wird im Vordergrund stehen. Auch ein veterinärmedizinisches Management spielt eine enorme Rolle. Doch grundsätzlich gelten stets die waffenrechtlichen und jagdrechtlichen Genehmigungen im Rahmen der Jagdausübung als Stadtjäger. Genauso wichtig ist zu beachten, dass ausschließlich Wildtierarten des Nutzungs- oder Entwicklungsmanagements jagdbar sind. Ebenfalls sind die Jagd- und Schonzeiten zu beachten. Ausnahmen sind gesetzlich geregelt.

Nach der Mittagspause ging es im Freien im Biergarten zum Thema sachliche Verbote weiter. Es war unheimlich warm und drückend. Der Planet brannte. Dennoch wurde über den Sinn und Unsinn diverser Verbote und Regelungen heiß diskutiert. Der Schalldämpfer, sowie die Nachtzieltechnik und ihre behördlichen und jagdrechtlichen Regelungen wurden besprochen. Zu guter Letzt konnten auch alle Versicherungsrechtlichen Fragen geklärt werden.

Es war ein wichtiges Modul, das von Sören Kurz in seiner Lockerheit spannend präsentiert wurde.

Nun geht es in die Sommerpause. Diese wird wohl für alle als Vorbereitungsphase für die anstehende Prüfung zum Stadtjäger im Herbst dienen. Viel Erfolg für alle.

Text: Marek A. Meder
Fotos: Hans-Ulrich Endreß

Erstellt am 03.08.2019
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