RHM Modul Jagdarten am 16.02.19

Am 16.02.2019 trafen sich 23 Teilnehmer des Revierhegemeisterskurses zum Modul Jagdarten in der Nähe von in einem Revier des Ausbilders von Markus Laiblin. Für Interessierte wurde am Folgetag eine praktische Lockjagd auf Rabenvögel in verschiedenen Lockständen angeboten.

  • Referent Markus Laiblin

    Referent Markus Laiblin

  • Referent Markus Laiblin

    Referent Markus Laiblin

  • Die Teilnehmer

    Die Teilnehmer

Erstellt am 30.04.2019

Da die Lockjagd nur Erfolg verspricht, wenn man die Eigenschaften und Verhaltensweisen der, zu lockenden Tiere genauestens kennt, stellte Herr Laiblin zunächst die bejagbaren Rabenvögel, sowie das Wasserfederwild im Detail vor. Hierbei ging er auf die Unterschiede der beispielweise nicht bejagbaren Saatkrähe zur bejagbaren Rabenkrähe und deren Verhaltensunterschiede ein. Weitaus schwieriger wird dies bei den weiblichen Entenarten!

 

Das Thema Lockjagd vollendete der Bereich „richtig Locken“. Dabei zeigte Herr Laiblin auf, welche unterschiedlichen Lockvögel es gibt und wie man diese in einem erfolgsversprechenden Lockbild platzieren sollte. Man unterscheidet bei der Rabenvogelbejagung das feindliche Lockbild (hierbei Lockt man die Vögel anhand eines imitierten Futterplatzes) und des feindliches Lockbildes (hierbei wird durch den Einsatz eines Kunstfuchses oder Uhus, ein Feind aufgestellt, welcher die Rabenvögel zum sogenannten „Hassen“ verleiten soll.

 

Die Wichtigkeit der Tarnung ist auch erwähnenswert, da die anzulockenden Tiere meist schlaue und gute Seher sind.

 

Nach Beendigung des theoretischen Lockjagdteils erklärte Herr Laiblin, wie man eine erfolgreiche und vor allen Dingen sichere Gesellschaftsjagd organisiert. Die UVV, sowie die jährlichen Schießnachweise, das Platzieren der Schützen und Treiberwehren sollte lange im Vorfeld beachtet werden. Rettungspunkte, abgeklärt und die hygienische Bedingungen bei der Gewinnung von Lebensmittel sollte gewehrleistet sein.

 

Abschließend zur Theorie wurde die Führung von Jagdgästen besprochen. Hierbei konnte Herr Laiblin die ein oder andere Begebenheit aus seiner Tätigkeit während seiner Studienzeit (Praktika beim Forst), wo er auch als Jagd- Pirschführer eingesetzt wurde, erzählen und so teils mahnende aber auch gute Beispiele der Jagdführung nennen.

 

Nach dem Mittagessen ging es in sein Revier, welches sich, durch die vorhandenen Wasserflächen (Seen, Donaualtwasser, Donau und Donaukanal) hervorragend für die Gänselockjagd aber auch die Rabenvogelbejagung eignet. Herr Laiblin zeigte anhand verschiedener Lockstände und Plätze, wo es sich eignet oder eher nicht ideal ist ein Lockbild aufzubauen. Hierbei spielt neben der Topographie auch der Bewuchs eine große Rolle.

 

Im Anschluss daran ging es für einige Teilnehmer noch zum vorbereiteten Platz für den folgenden „Praxistag“. Herr Laiblin informierte die Teilnehmer, worauf sie in ihren jeweiligen Ständen zu achten hätten und worauf zu achten sei.

 

Insgesamt jagten am Folgetag 9 Teilnehmer noch aktiv aus dem Lockbild auf Rabenvögel. Hierbei kam es zur Strecke von 16 Rabenkrähen und einem Fuchs.

 

Herr Laiblin, welcher die einzelnen Lockstände und Lockbilder am Morgen besichtigte und hierbei noch wichtige Praxistipps gab, sowie auf Fehler aufmerksam machte, war mit der Strecke sehr zufrieden und bdeankte sich für diesen Gemeinsamen Einsatz zur Niederwildhege in seinem Revier. Mit Hilfe der Wildtierschützer kam er nun, am Ende der Lockjagdsaison des Jagdjahres 18/19 auf 105 erlegte Krähen. Gerade die Bejagung im Februar sorgt dafür, dass sich die Krähen nun nicht mehr verpaaren und somit auch nicht so viele Jungvögel im neuen Jagdjahr schlüpfen.

Erstellt am 30.04.2019
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