800 ehrenamtliche Naturschutzstunden in einem Jahr. Rund acht Hektar Fläche. Und Brutvögel wie Halsbandschnäpper, Schleiereule und Steinkauz. Erwin Schwarz zeigt, wie Jagd, Jugendarbeit und kommunaler Naturschutz ineinandergreifen können. Die Jury des Naturschutzpreises 2026 hat diese besondere Leistung überzeugt: Erwin Schwarz erhielt den zweiten Preis und ein Preisgeld von 100 Euro. Zur Auszeichnung gehören außerdem eine Urkunde, die Naturschutznadel des JNWV und eine wetterfeste Projekttafel.
Jährlich zeichnete der JNWV herausragende Projekte seiner Mitglieder aus. In diesem Jahr konnten drei Siegerprojekte mit dem ersten, zweiten und dritten Preis ausgezeichnet werden. Eine lobende Erwähnung erhielt zudem Manfred Siefridt für sein langfristiges Streuobstprojekt. Verliehen wurden die Auszeichnungen auf der Mitgliederversammlung am 19. April im Kulinarium an der Glems.
800 Stunden Ehrenamt, und Halsbandschnäpper kehren zurück
Erwin Schwarz hat im Jahr 2025 rund 800 Stunden in den praktischen Naturschutz investiert. Auf rund acht Hektar Gemeinde- und Eigenflächen legt er Wildäcker an, pflegt Hecken und Feldgehölze, renaturiert Teiche und Bachläufe und betreibt gezieltes Prädatorenmanagement gegen Waschbär und Fuchs.
Bis zu acht Helferinnen und Helfer aus der Jugendarbeit, vom kommunalen Bauhof und vom Landschaftserhaltungsverband unterstützen ihn. Das Projekt ist ein Erfolg und zeigt, wie Jagd, Jugendarbeit und kommunaler Naturschutz ineinandergreifen können. Vogelnisthilfen werden gut angenommen; unter den Brutvögeln finden sich Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Schleiereule und Steinkauz. Der Bestand an Wildbienenarten und Feldhasen ist erkennbar gewachsen.
Schwarz dokumentiert seine Arbeit konsequent öffentlich: im Gemeinderat, im Mitteilungsblatt des Gemeindeverbandes, in der NWZ und über naturkundliche Führungen vor Ort. Damit macht er nicht nur die ökologischen Erfolge sichtbar, sondern schafft auch Verständnis für praktischen Naturschutz im Revier.





