Wechsel an der Spitze, Kontinuität im Team: Mitgliederversammlung 2025 des JNWV

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Stuttgart, 30. März 2025 – Zukunft gestalten heißt auch Strukturen neu denken. So standen bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des JNWV neben personellen Veränderungen vor allem die Professionalisierung der Stadtjagd, die Stärkung des Ausbildungsbereichs und der Ausbau des Naturschutzengagements im Mittelpunkt.

Führungswechsel mit Perspektive

Dr. Marek A. Meder legte sein Amt als 1. Landesvorsitzender nieder, um sich mit voller Kraft seiner Rolle als Vorsitzender des Landesstadtjagdverbandes Baden-Württemberg sowie des Bundesstadtjagdverbandes zu widmen. Mit seiner Vision, die Stadtjagd aus der Nische zu holen und deutschlandweit professionell zu verankern, hat er bereits Maßstäbe gesetzt: „Wir schaffen eine tragfähige Struktur für die Stadtjagd – vernetzt, professionell und verantwortungsvoll. Die Gründung und der Ausbau eigener Verbände war dafür der entscheidende Schritt.“

Zum neuen 1. Landesvorsitzenden des JNWV wurde Thomas Glaser gewählt. In seiner Antrittsrede betonte er die künftige Ausrichtung des Verbandes: „Unser Auftrag bleibt klar – wir wollen fachlich fundierter Naturschutzverband und moderner Bildungsanbieter für die Jagd bleiben. Der JNWV steht für Kompetenz, Dialog und Verantwortung gegenüber Mensch, Wild und Lebensraum.“

Revierhegemeister-Ausbildung: klare Zuständigkeiten, starke Nachfrage

Die Ausbildung der Stadtjägerinnen und Stadtjäger liegt fortan in der Verantwortung des Landesstadtjagdverbands. Der JNWV hingegen behält seine Kompetenz in der Ausbildung zum Revierhegemeister und will sein Bildungsangebot weiter ausbauen. Hierbei wird Prof. Dr. Hans-Ulrich Endreß als Landesausbildungsleiter künftig von Michael Raisch unterstützt, der sich insbesondere dem ideellen Ausbildungsbereich widmet – mit neuen Seminarangeboten für alle Mitglieder in 2025.

2024 verzeichnete der Revierhegemeister-Lehrgang rund 40 Teilnehmende, mit einem stabilen Durchschnitt von 15 Personen pro Modul. Der Einstieg ist durch das modulare System jederzeit möglich – auch für Nichtmitglieder. Insgesamt wurden 14 Abschlussarbeiten eingereicht, mit Themen von Wildschadenvermeidung bis Jagdethik. Die Ausbildung basiert auf den bundesweiten Qualitätsstandards des BDJV und setzt bewusst Maßstäbe über gesetzliche Anforderungen hinaus.

Neue Revierhegemeister ernannt: Verantwortung trägt Namen

Fachlich geschult, ethisch reflektiert und bereit für den Einsatz im Revier – 15 Absolventinnen und Absolventen wurden auf der Versammlung feierlich zu Revierhegemeisterinnen und -meistern ernannt. Die Auszeichnung markiert nicht nur den erfolgreichen Abschluss einer anspruchsvollen Fortbildung, sondern auch das klare Bekenntnis zu verantwortungsvoller Hegearbeit.

Ehrungen: Treue, die trägt

Langjährige Mitgliedschaften sind das Fundament eines jeden Verbandes. In diesem Jahr ehrte der JNWV insgesamt 42 Mitglieder für ihre 10-, 15-, 20- oder 25-jährige Zugehörigkeit. Dr. Meder würdigte in seiner Rede: „Treue zum Verband bedeutet auch Kontinuität im Denken und Handeln für Wild und Natur. Dafür sagen wir von Herzen Danke.“

Naturschutzpreis 2025: Engagement sichtbar machen

Nach der erfolgreichen Premiere 2024 wurde der Naturschutzpreis des JNWV in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Zahlreiche Mitglieder reichten ihre Projekte ein – von der Pflanzung alter Obstsorten bis hin zu Kooperationen mit Kindergärten und kommunalen Partnern. Die besten Projekte wurden mit Urkunde, Naturschutznadel, 100 Euro Preisgeld sowie einer individuell gestalteten Projekttafel ausgezeichnet. Das Preisgeld stiftete erneut Prof. Dr. Hans-Ulrich Endreß.

Ausblick

Mit neuer Führung, gestärkter Ausbildungsstruktur und gelebtem Naturschutz blickt der Verband motiviert ins kommende Jahr. Der neue Vorsitzende Thomas Glaser formulierte es so: „Wir verbinden Wissen mit Werten. Das ist unser Weg – für Jagd, Natur und Gesellschaft.“