Revierhegemeister (BDJV) - Zyklus 19/20 hat begonnen

Die Ausbildung zum Revierhegemeister nach der Rahmenausbildungsordnung (RAO) des BDJV von 2018 umfasst 12 Module mit einem Ausbildungsumfang von 15 Seminartagen (gesamt 120 Stunden) und abschließendem Seminarvortrag.

  • Referent Sören Kurz

    Referent Sören Kurz

Erstellt am 25.04.2019

Die 15 Seminartage bieten wir innerhalb von 2 Jahren an. Danach wiederholt sich der Zyklus. Den Kurs kann man jederzeit beginnen indem man in den aktuellen Zyklus einsteigt und je nach Zeit die Module innerhalb von maximal 5 Jahren absolviert.

 

Zulassungsvoraussetzung ist ein gültiger Jagdschein, die Weiterbildung zum Wildtierschützer (oder Jagdaufseher - ja nach Landesrecht) und die Mitgliedschaft in einem Mitgliedsverband des BDJV bzw. die Einzelmitgliedschaft im BDJV (siehe Satzung BDJV). Zur Ernennung zum Revierhegemeister nach Absolvierung aller 15 Termine sind noch weitere nachweise erforderlich (siehe RAO des BDJV).

 

Das erste Modul im neuen Zyklus am 30. März 2019 war das Modul „Jagdrecht“. Rechtsanwalt und Justitiar des Landesjagdverbandes Ba-Wü, Sören Kurz, konnte, wie auch in den Vorjahren, als Referent gewonnen werden.

 

Sören Kurz gab einen guten, mit vielen praktischen Beispielen aus seiner Anwaltstätigkeit gespickten Überblick über das Jagd- und Wildtiermanagement Gesetz und der inzwischen erlassenen Durch-führungsverordnungen sowie über das Waffenrecht, sofern es für die Jagenden von Bedeutung ist.

 

Natürlich waren auch die aktuellen Themen Afrikanische Schweinepest (ASP), Nachtsichttechniken, Schalldämpfer aus gesundheitlicher Begründung und die Aufnahme von Biber und Wolf ins Jagdrecht von großem Interesse.

 

Wenn schon Schalldämpfer aus gesundheitlicher Begründung warum dann nur für Schalenwild-taugliche Kaliber - (Voreintrag für  .222 Rem wird genehmigt -  für .017 HMR hingegen nicht). Ist die Lautstärke so viel anders?

 

Die Verwaltungen gehen davon aus, dass die Afrikanische Schweinepest kommt; es sei nur eine Frage der Zeit. Vorschläge und gesetzliche Regelungen gibt es dazu inzwischen zahlreich. Aber wie setzt man das um - eine  Zaun quer durch alle Gefilde in einem Radius von 30 km?

 

Und natürlich der Wolf. Er spalte die Jägerschaft ebenso wie die Bevölkerung. Problemtiere - sofern als solche erkannt und Maßnahmen erlassen - wer führt es aus? Der ortsansässige Jäger - eventuell erhält er heftigste Drohungen - ein fremder Jäger in „meinem“ Revier - nicht akzeptabel.

 

Die zahlreichen Fragen der Teilnehmer gaben einen Hinweis wie uneinheitlich gewisse Erlasse in den verschiedenen Unteren Jagdbehörden bzw. Waffenbehörden gehandhabt werden. Noch immer scheinen sich Neuregelungen als Ergänzungen des JWMG nicht generell herumgesprochen zu haben bzw. scheinen teilweise ignoriert zu werden. Es wäre wünschenswert wenn wir hier in Baden-Württemberg einen einheitlichen Kenntnisstand und eine einheitliche Anwendung der Rechtsverordnungen erreichen würden.

 

Insgesamt erlebten die Teilnehmer einen sehr abwechslungsreichen und interessanten Seminartag - Dank der großen praktischen Erfahrung unseres Referenten - einen herzlichen Dank an Sören Kurz!

 

Text  Hans-Ulrich Endreß. Foto KJV Tübingen mit Genehmigung des Referenten

 

 

Erstellt am 25.04.2019
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