RHM Modul "Jagdliche Einrichtungen 1"

20 Teilnehmer beim Revierhegemeister Kurs am 09. April 2016 in Sulzbach an der Murr

Erstellt am 10.04.2016

20 Teilnehmer des Revierhegemeister Kurses 2015/2016 trafen sich am 09. April 2016 im Sulzbacher Hof in Sulzbach an der Murr.

Schwerpunkte des Moduls, so auch von der Rahmenausbildungsordnung des BDJV vorgegeben, war der sichere Bau Jagdlicher Einrichtungen vor allem von Hochsitzen, Ansitzleitern und Drückjagdböcken. Der Referent, Holzfachwirt Markus Laiblin, Mitglied des Ausbildungsteams des JNWV-BW, stellte sehr anschaulich die unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten vor.

Die VSG 4.4 Jagd (früher Unfallverhütungsvorschrift) sei zu beachten und Hochsitze seien mindesten einmal jährlich zu kontrollieren; dabei sei es empfehlenswert, dies auch zu dokumentieren.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Holzarten zum Bau jagdlicher Einrichtungen wurden ebenso besprochen wie die persönliche Schutzausrüstung und das notwendige Handwerkszeug. Eine besondere Bedeutung für die Widerstandsfähigkeit unserer Jagdlichen Einrichtungen kommt dem Holzschutz zu wobei das Fernhalten von Wasser das A und O für die Langlebigkeit des Holzes sei, so Markus Laiblin. Dabei unterscheide man  organisatorischen Holzschutz (Fällzeitpunkt und Behandlung des Holzes vor dem Verbau), natürlichen Holzschutz (Auswahl der Holzarten), baulichen Holzschutz (Vermeiden von Bedingungen für den Eintritt von Wasser, Schädlingen etc.), physikalischer Holzschutz (beschichten bzw. imprägnieren des Holzes), holzmodifizierter Holzschutz ( z.B. Hitzebehandlung wie Thermowood) und schließlich biologischer und chemischer Holzschutz.

Der § 30(5)  JWMG (Besondere Rechte und Pflichten bei der Jagdausübung) mit dem für uns Jäger wichtigen Regelung „Das Betreten von Jagdeinrichtungen ohne besondere Befugnis ist nicht zulässig!“ wurde ebenso angesprochen wie die Versuche der DEVA zum Abprallverhalten von Büchsenmunition.

Ein weiterer Abschnitt behandelte die verschiedenen jagdlichen Einrichtungen Luderplatz, Kirrung, Salzlecke, Mahlbaum, Entenfloß, Rebhuhnschütte etc. sowie Wildacker, Benjeshecke, Kunstbau, Holzstapel für Marder und Marder- und Nistkästen für verschiedene Vogelarten.

Nach diesem theoretischen Teil führte uns Markus Laiblin durch sein Revier in dem sehr viele unterschiedliche Konstruktionen jagdlicher Einrichtungen zu sehen waren. Sehr anschaulich war die individuelle Konstruktion vieler Ansitzeinrichtungen, angepasst an den jeweiligen Standort.

 

Weiterführende Literatur:

 

Sichere Hochsitzkonstruktion

Unfallverhütungsvorschrift VSG 4.4

Aktuelles zu Sicherheit und Gesundheitsschutz Jagd

Leitfaden zur Verkehrssicherungspflicht

 

 

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