RHM Modul Land- und Waldbau

Das Modul Land- und Waldbau fand am 01.06.2019 im Forstbetrieb und zugleich Revier des Ausbilders Markus Laiblin in Sulzbach-Murr statt.

Erstellt am 07.06.2019

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich 14 Teilnehmer des Revierhegemeisterlehrgangs um Näheres über das Thema Land- und Waldbau zu erfahren.

Markus Laiblin, selbst Waldbesitzer, betonte, dass zwei Herzen in seiner Brust schlagen. Nämlich das des Waldbesitzers und das des Jägers. Beide stehen in einem ständigen Interessenkonflikt.

 Und doch schaffte es Markus Laiblin, die Teilnehmer für beide Thematiken zu sensibilisieren. Ihm ist es ein Anliegen, dass Waldbesitzer und Jäger zusammenarbeiten und kooperieren. Wild gehört zum Wald, zum Wald gehört Wild!

 Der Schlüssel zu solch einem Verhalten kann nur das Wissen vom Waldbau sein, denn Wissen über den Jagdbetrieb setzte er voraus.

Markus Laiblin erläuterte die Funktionen des Waldes und ging auf Schäden die im Wald auftreten genauer ein. Es liegt im Interesse des Waldbesitzers und auch im Interesse des Jägerpächters (Wildschadensersatzpflichtig!), den Schaden durchs Wild gering zu halten, was an einem für den Jagdpächter verheerenden Beispiel deutlich gemacht wurde. Dies führte zur Erläuterung von Schadbildern, die der aufmerksame Jäger erkennen muss, um dadurch evtl. Rückschlüsse auf die Wilddichte und eventuelle Lösungen ziehen zu können.

Ein Thema das mehr und mehr im Kommen ist, ist der Biber. Auch hierzu konnte Markus Laiblin aus der Praxis berichten. In seinem Revier in der Nähe von Ulm breitet sich der Biber stark aus, was auch am Wald nicht unbemerkt bleibt.

Im Folgenden wurden die verschiedenen Hauptbaumarten erläutert und daraus resultierend Lösungen zur Wildschadensabwehr besprochen.

Ein sehr interessanter Aspekt war, dass man den Wildverbiss auch sinnvoll nutzen kann, indem man bewusste „Verbisspflanzen-Streifen“ aus beispielweise Saalweide anlegt.

Nach viel Kopfarbeit war endlich der Mittag gekommen und die Teilnehmer konnten sich für den zweiten theoretischen Teil stärken.

Christopher Kmoch, anerkannter Wildtierschützer im Forstbetrieb von Markus Laiblin,  berichtete im Teil Landbau über Wildäsungsflächen. Von der Auswahl über die Vorbereitung der Flächen bis hin zu den ersten sichtbaren Erfolgen. Besonders wichtig waren ihm die Zusammenarbeit mit Wald- und Landbesitzern und der Aufbau von Wissen über die Vorgänge im Boden und das Erkennen von sog. Zeigerpflanzen. Aber auch dem Wild etwas Besonderes bieten zu können und dies mit überschaubarem Einsatz.

Glücklich darüber, bei schönstem Wetter den Schulungsraum endlich verlassen zu können und dahin zu gehen wo ein Jäger hingehört, nämlich in den Wald, machten sich die Teilnehmer auf ins Revier von Markus Laiblin. Bei einer Runde durch den Wald konnte die ganze Theorie praktisch überprüft und vertieft werden. Sowohl im waldbaulichen als auch im landbaulichen Sinne.

Viele Fragen und Diskussionen lockerten den Tag auf und gestalteten Ihn sehr Interessant.

 

Fotos und Text: Christopher Kmoch

Erstellt am 07.06.2019
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