Drei Ketten Rebhühner, die zurück ins Revier gefunden haben. Drei Fasane, die sich erstmals wieder sicher bestätigen ließen. Und eine 10.700 Quadratmeter große Streuobstwiese, auf der das ganze Jahr über Lebensraum entsteht. Hubert Schlusches Naturschutzprojekt zeigt, was beharrliche Hege und praktischer Artenschutz bewirken können. Das hat die Jury des Naturschutzpreises des Wildtierschützeverbandes überzeugt. Hubert Schlusche erhielt den ersten Preis sowie ein Preisgeld von 150 Euro. Zur Auszeichnung gehören außerdem eine Urkunde, die Naturschutznadel des JNWV und eine wetterfeste Projekttafel.
Jährlich zeichnete der JNWV herausragende Projekte seiner Mitglieder aus. In diesem Jahr konnten drei Siegerprojekte mit dem ersten, zweiten und dritten Preis ausgezeichnet werden. Eine lobende Erwähnung erhielt zudem Manfred Siefridt für sein langfristiges Streuobstprojekt. Verliehen wurden die Auszeichnungen auf der Mitgliederversammlung am 19. April im Kulinarium an der Glems.
Drei Ketten Rebhühner als Ergebnis jahrelanger Hege
Hubert Schlusche bewirtschaftet ein 560 Hektar großes Revier und gestaltet auf einer 10.700 Quadratmeter großen eigenen Streuobstwiese das ganze Jahr über Lebensraum: Insektenhotels, Nistkästen, Futterschütten, neue Feuchtbiotope und eine eigens etablierte Molchrettung gehören zu seinem Repertoire. Seine Ehefrau unterstützt ihn dabei.
Die Arbeit zahlt sich messbar aus. Seit 2025 ziehen drei Ketten Rebhühner durch sein Revier, eine Art, deren Rückkehr in Baden-Württemberg vielerorts als kleine Sensation gilt. Auch drei Fasane ließen sich erstmals wieder sicher bestätigen. Die Fränkischen Nachrichten berichteten bereits über das Projekt; der JNWV nennt es ausdrücklich beispielgebend. Die Eigeninvestition im Jahr 2025 betrug rund 900 Euro.
Schlusches Engagement verbindet Lebensraumpflege, Artenkenntnis und jagdliche Verantwortung. Gerade diese langfristige, praktische Arbeit macht den Wert des Projekts für die heimische Tier- und Pflanzenwelt aus.






